Leitfaden

1. Effizienz

Verbrauch minimieren - Ertrag maximieren

Warum?

  • Ressourcenknappheit
  • Erderwärmung

Wie?

  • Verwendung nachwachsender Rohstoffe
  • Erneuerbare Energien - Schaffen von Ertrag (Energie/Rohstoffe)
  • Rezyklierbare Materialen verwenden - Schaffen von Kreisläufen
  • Optimierung von Wohnfläche
  • Reduktion Materialverbrauch
  • Mehrfachnutzung von Elementen
  • Qualität vor Geschwindigkeit - Nachhaltige Lösungen brauchen Zeit

2. Dezentralisierung

Lokal produzieren und verbrauchen

Warum?

  • Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen
  • Zentralisierung - Abhängigkeit von Grossunternehmen

Wie?

  • lokale Materialien und Produkt verwenden
  • dezentrale Systeme nutzen und erstellen (Heizung, Stromproduktion, Nahrungsmittelproduktion, Wasserbehandlung)
  • Förderung der Selbstversorgung

3. Biodiversität

Förderung von Biodiversität

Warum?

  • Monokulturen
  • Artensterben
  • Anfälligkeit auf Umwelteinflüsse

Wie?

  • Diversität schaffen (Umgebungsgestaltung, Fassade, Dach)

4. Baubiologie

Gesundheitsförderndes Wohnklima

Warum?

  • Gesundheitsgefährdende Giftstoffe in Baustoffen
  • Elektrosmog
  • Bodeneinflüsse - verschiedene Strahlungen

Wie?

  • Verwendung von natürlichen Materialien
  • Minimierung von Stromleitungen / Abschirmen von Stromleitungen
  • Schaffung von optimalen Raumklima in Anbetracht der Bauphysik

5. Resilienz

Stärke durch Vielfalt

Warum?

  • Anfälligkeit durch Abhängigkeit einzelner Technologien

Wie?

  • kombinieren verschiedener Technologien
  • bevorzugen von flexiblen lowtech Technologien
  • kleine autonome Systeme die zusammen ein selbstregulierendes Gesamtsystem bilden.

6. Kostenmiete

Verzicht auf Kapitalrendite

Warum?

  • Ökologisches Bauen ist teuer

Wie?

  • Optimierung vom Einsatz der vorhandenen Ressourcen
  • Ganzheitliches rechnen über gesamten Lebenszyklus - Verlagerung der Kosten
  • Unterstützung von nachhaltigen, zukunftsträchtigen Technologien
  • Kostenmiete - ökonomische Selbstversorgung

7. Sozialverträglichkeit

Bezahlbarer Wohnraum

Warum?

  • Schere zwischen Arm und Reich
  • Steigende Mietpreise
  • Immobilienspekulation

Wie?

  • Kostenmiete
  • Amortisation Landpreis
  • Erhalt und Sanierung von Tiefpreiswohnungen
  • nicht gewinnorientiertes arbeiten
  • Baurecht

8. Kultur

Förderung von Kunst und Kultur

Warum?

  • Identitätsverlust

Wie?

  • Lokale Verankerung der Projekte
  • Förderung von Kunst und Kultur

9. Forschung

Hinterfragen von Normen und Richtlinien

Warum?

  • Normen und Richtlinien sind statisch und träge und verhindern spezifische Lösungen

Wie?

  • Holistisches denken/arbeiten - Kompromissbereitschaft der Bauherrschaft
  • Hinterfragen der Normen - Anwendung dynamischer Berechnungsmethoden
  • Analyse der Praxiswerte, Vergleich der theoretischen und gemessenen Werten
  • Zusammenarbeit mit Hochschulen

10. Massentauglichkeit

Ökologischer Wohnraum für Alle

Warum?

  • Ökologische Bauten sind meist für ein kleines spezifisches, ökologisches Publikum

Wie?

  • Wohnungen ohne Komforteinbussen (Für breite Masse)
  • Zielpublikum ohne ökologische Ansprüche integrieren
  • Durch hochwertige Architektur, Akzeptanz von ökologischen Bauten fördern
  • sorgfältige Planung mit hoher Qualität

11. Wissensaustausch

Lernen und Lehren

Warum?

  • Wissen von Planer, Bauherren und Investoren
  • Unkenntniss bei Planern, Bauherren und Investoren
  • Wissen und Ressourcen von Universitäten und Hochschulen

Wie?

  • kopierbares Modell aufzeigen welches praxistauglich ist
  • Verknüpfung mit «Gleichgesinnten»
  • Fördern des Informationsaustauschs
  • veröffentlichen von Erkenntnissen
  • Zusammenarbeit mit Hochschulen